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In diesem Gesundheitsblog möchten wir uns mit den Themen Gesundheitsmanagement; Gesundheitsbildung, Gesundheitsförderung und Prävention beschäftigen. Wir möchten Begrifflichkeiten beschreiben und Fragen zu diesen Themen diskutieren. Sehr gerne können Sie mit Ihrem Beitrag mithelfen, Ihr Wissen zu den oben genannten Themen hier zur Verfügung zu stellen!

Hinweis für Patienten
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Buchvorstellung: Sicherstellung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum

Das Buch: Ein Ärztemangel im ländlichen Raum und damit einhergehend eine drohende Unter-versorgung mit medizinischen Leistungen in strukturschwachen Regionen ist Thema aktueller politischer Diskussionen. Das Buch mit dem Titel “Sicherstellung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum – Handlungsfelder und Chancen der Kommunalpolitik” setzt sich mit der Thematik einer drohenden medizinischen Unterversorgung bzw. eines Hausärztemangels im ländlichen Raum auseinander. Es zeigt Ansätze und innovative Modelle auf, mit denen die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum nachhaltig gesichert werden kann und welche Steuerungsmöglichkeiten sich den Akteuren der Kommunalpolitik bieten.

Der Autor: Arne Süßmuth, M.A., geb. 1969 in Bielefeld, studierte Angewandte Gesundheits-wissenschaften und Health Administration. Seit 1990 ist er in verschiedenen Bereichen des Gesund-heitswesens tätig.

Der Verlag: AVM – Akademische Verlagsgemeinschaft München.

ISBN: 978-3-86924-259-0.

Was ist Stress bei der Arbeit?

Von Dr. Ralf Neuner

Die heutige Arbeitsorganisation stellt hohe Anforderungen. Der Arbeitsalltag ist von hohem Tempo bei weiterer Verdichtung der Arbeitsabläufe bestimmt. Gleichzeitig wird von den Beschäftigten Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Erfordernisse erwartet. Die Folgen werden landläufig oft als Stress bezeichnet[1]. Starkes, chronisches Stresserleben ist mit hohen Krankheitsrisiken verbunden (u. a. Verspannungen, Rückenschmerzen oder Herz- Kreislauferkrankungen), die hohe Kosten für den Betroffenen und den Betrieb verursachen. Die Folgen sind steigende Fehlzeiten, höhere Fluktuation, Leistungsabfall und mangelndes Engagement. Chronisches Stresserleben kann zu Konzentrations- und Gedächtnisproblemen führen, die begleitet sind von Erschöpfungszuständen und Neigung zu Ärger und Verstimmung. Damit sind oft erhöhter Konsum von Kaffee, Nikotin und Alkohol, der sich wiederum negativ auf die Gesundheit auswirkt, verbunden. Zu diesem Bild passt, dass der Anteil der psychischen Erkrankungen – einer weiteren möglichen Folge von chronischem Stresserleben – seit Jahren zunimmt. Augenblicklich sind psychische Erkrankungen für etwa 13% der Fehlzeiten verantwortlich (DAK Gesundheitsreport 2012)[2].

Der Hintergrund
Um die Anforderungen und Verpflichtungen bewältigen zu können, unternimmt eine Person eine Anstrengung (eine Investition in Zeit, Mühe, Kreativität). Als Gegenleistung wird dafür ein Ausgleich erwartet. Dieser Ausgleich geschieht in Form des regulären Einkommens, aber auch durch andere Faktoren wie erfahrene Wertschät-zung und Sicherheit des Arbeitsplatzes.

Die Folge
Besteht auf subjektiver Ebene in dieser Hinsicht ein Ungleichgewicht etwa in Form von viel Engagement, das nicht gewürdigt wird oder aber auch eine Bedrohung des Arbeitsplatzes ist die Folge davon eine körperliche Stressreaktion. Die Wissenschaft spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Gratifikationskrise[3]. Ist dies über einen längeren Zeitraum der Fall, kommt es zu den weiter oben beschriebenen Auswirkungen. Dieses Ungleichgewicht kann im Rahmen einer Mitarbeiterbefragung mit einem Fragebogen erfasst und mit einem Wert ausgedrückt werden.

Was der Betrieb tun kann
Die Transparenz von Strukturen und Prozessen erleichtert es den Mitarbeitern, ihr volles Potential zu entwickeln. Die Grundlage bildet ein gut funktionierendes Kommunikationssystem auf allen Ebenen. Durch die Verankerung des Mottos Gesundheitsfördernd Führen in der Unternehmensstruktur wird das dazu nötige Bewusstsein geschaffen. Es ist oftmals vorteilhaft, wenn dieser Prozess im Rahmen der Organisationsentwicklung durch eine externe, neutrale Beratung begleitet wird.

Was der Einzelne tun kann
Durch die realistische Einschätzung der externen Anforderungen wird das eigene Stresserleben gemindert. Hierbei spielen das Erkennen der eigenen Ressourcen und die Verringerung von unrealistischen Kontrollbestrebungen und Erwartungshaltungen eine zentrale Rolle, genauso wie das Wahrnehmen von Belohnungschancen. Im Rahmen eines Stressbewältigungstrainings können Betroffene lernen, ihre Reaktionsweisen zu hinterfragen und so ihre eigenen Ressourcen stärken.

Autor: Dr. Ralf Neuner – Institut für Gesundheitsmanagement.

Quellenangaben:

[1] Siegrist K & T. Silberhorn (1998): Stressabbau in Organisationen. Münster. Lit.

[2] http://www.dak.de/content/filesopen/Gesundheitsreport_2012.pdf

[3] Siegrist J (1996): Adverse health effects of high effort – low reward conditions at work. Journal of Occupational Health Psychology, 1, 27-43.

Peter R (2002): Berufliche Gratifikationskrisen und Gesundheit. Psychotherapeut, 6, 386-398.

Alexianer-Krankenhaus Aachen bietet Dialektisch Behaviorale Therapie an

Die Dialektisch Behaviorale Therapie – ein spezialisiertes Konzept zur Behandlung der Borderline-Störung

In der Behandlung von Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung bietet das Alexianer-Krankenhaus Aachen ein neues Konzept an. Die Hermann-Josef-Station ist auf die Behandlung von Menschen mit dieser Erkrankung spezialisiert und nimmt ab dem 16. Januar 2012 neue Patienten auf. Betroffene können sich bei dem Diplom-Psychologen Andreas Günther unter der Rufnummer (02 41) 4 77 01-1 53 70 zu einem Vorgespräch anmelden. Dieses Vorgespräch ist vor einer möglichen Aufnahme unbedingt erforderlich. Die störungsspezifische Behandlung mit neun Plätzen ist einzigartig in der StädteRegion Aachen. Sie erfolgt nach der Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT), einem auf die individuellen Patientenbedürfnisse abstimmbaren Therapiekonzept, das in den USA entwickelt wurde.

Die Zahl der Menschen, die an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung erkranken, wächst zunehmend. Derzeit sind rund ein bis zwei Prozent der Bevölkerung betroffen. Die Krankheit zeigt sich unter anderem in einer Störung der Gefühlsregulation. Die Patienten leiden an wiederkehrenden emotionalen Krisen, starker Anspannung und einer großen Unsicherheit in Bezug auf ihr Selbstbild. Viele Menschen mit einer Borderline-Störung verletzen sich selbst, wenn sie diesen emotionalen Druck nicht mehr ertragen können. Die Therapie im Alexianer-Krankenhaus geht auf das komplexe Krankheitsbild in besonderer Weise ein, weil sie sich mit den persönlichen Ursachen und den individuellen Rahmenbedingungen der Störung beschäftigt.

Die Dialektisch Behaviorale Therapie ist eine Form der Verhaltenstherapie. „Sie zielt darauf ab, dass der Patient die Ursache und Entstehungsgeschichte seiner Probleme nachvollziehen kann. Die Betroffenen üben Verhaltensweisen ein, die ihnen helfen, das eigene Wohlergehen zu stärken“, beschreibt Andrea Hauschild, Leitende Oberärztin der Hermann-Josef-Station, die Therapie. Dazu gehört das Erlernen von Fertigkeiten zur Spannungsregulation. „Wir legen großen Wert auf die Vermittlung von Achtsamkeit jedes Betroffenen gegenüber sich selbst zur besseren Wahrnehmung der eigenen Befindlichkeit und Bedürfnisse als Grundlage der Behandlung.“ Ergänzt wird die Therapie durch speziell auf das DBT-Konzept abgestimmte Ergo- und Musiktherapie, Körperpsychotherapie und Qi Gong zur Entspannung. „Die Verhaltenstherapie der Hermann-Josef-Station ist zudem dialektisch angelegt“, sagt der leitende Psychologe Andreas Günther über das Angebot. „Die Patienten leben in einer Welt aus Gegensätzen. In der DBT lösen wir gemeinsam mit ihnen die Gegensätze auf und finden einen alltagsnahen Lösungsansatz.“

Bei den Ursachen einer Borderline-Störung spielen in der Regel verschiedene Gründe eine Rolle. Neben der Veranlagung zu hoher Empfindsamkeit können frühe Gewalterfahrungen, Missbrauch oder Vernachlässigung auslösend sein. Kinder, die sich nicht geliebt oder wertgeschätzt fühlten, können die Störung entwickeln. Generell sind mehr Frauen, meist im frühen Erwachsenenalter, betroffen.

Neben der stationären Therapie bietet das Alexianer-Krankenhaus auch ambulante Therapiegruppen („Skills-Gruppen“) an. Zudem können sich Betroffene in einer psychoedukativen Gruppe ausführlich über das Krankheitsbild und die aktuellen therapeutischen Hilfen informieren.

Nähere Informationen zum Angebot sind zu erhalten bei dem Diplom-Psychologen Andreas Günther unter der Rufnummer (02 41) 4 77 01-1 53 70.

Interessierte können sich ohne Voranmeldung in der „Borderline-Sprechstunde“ informieren jeden Freitag von 11 bis 12 Uhr in der Institutsambulanz des Alexianer-Krankenhauses, Mörgensstraße 5−9, Telefon: (02 41) 4 77 01-1 52 13.

Quelle: Schwarz auf Weiß, Herzogenrath

Das Weihnachtsgeschenk für einen guten Zweck

Kinder mit Behinderung gestalten Kalender „Kleine Galerie 2012“.

Alle Jahre wieder stellen sich Weihnachtseinkäufer die Frage, was sie ihren Freunden und Verwandten schenken sollen. Vor lauter Stress werden dann Geschenke besorgt, die uninspiriert sind und unangemessen viel kosten. Glücklicherweise gibt der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter auch dieses Jahr den kostenlosen Kunstkalender „Kleine Galerie 2012“ heraus.

Diese einzigartige Sammlung von Werken wurde anlässlich eines bundesweiten Malwettbewerbs ausgewählt, an dem jedes Jahr Kinder mit Körperbehinderung teilnehmen. Das Thema des diesjährigen Malprojektes lautete “Wohin ich schon immer einmal reisen wollte….”. Die Bilder der jungen Künstler erzählen von der Sehnsucht, Urlaub auf dem Bauernhof zu machen, mit dem Heißluftballon über dem Bodensee zu schweben, auf dem fliegenden Teppich nach Indien zu reisen oder sogar in einer bonbonfarbenen Rakete um den Mars zu fliegen. Was sie jedoch alle gemein haben: eine grenzenlose Fantasie und ein beachtliches Talent.

Der Kalender ist nicht im Handel erhältlich. Er kann ab sofort kostenlos beim Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V., Altkrautheimer Straße 20, 74238 Krautheim oder per E-Mail: info@bsk-ev.org, oder telefonisch unter 06294 4281-70 bestellt werden. Weitere Informationen über das Projekt unter: www.bsk-ev.org